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Trüffel – Was ist das eigentlich?

Trüffel sind die teuersten Knollen der Welt, die in einer Symbiose mit einigen Bäumen und Sträuchern leben. Die unterirdische Schlauchpilzart kann von ausgebildeten Hunden und Schweinen erschnüffelt werden. 

Trüffel gehen eine Verbindung (mykorrhizierend) mit den Wurzeln der Wirtspflanzen ein, in der Regel sind dieses Laubbäume. Die beiden Pflanzen leben in einem gegenseitigem Nutzen zueinander, so erhalten die Trüffel Photosyntheseprodukte von den Bäumen und liefern dafür Mineralsalze und Wasser zurück. Einige Trüffel-Arten werden allerdings als parasitisch angesehen.

Wo findet man Trüffel?

Wichtig für Trüffel ist der pH-Wert im Boden, dieser muss im alkalischen Bereich liegen. Die meisten essbaren Sorten der Edelknollen wachsen unter nicht wie fälschlicherweise nur unter Eichen oder Haselnuss, sondern viel wichtiger ist die Beschaffenheit und die Belüftung vom Boden, genau wie die Sonnenscheindauer und einige weitere biotische Faktoren. Außerdem können Trüffel auch mit vielen Gräsern und Korbblütern die mykorrhizierende Verbindungen eingehen und sind dadurch nicht zwangsläufig auf hölzerne Gewächse angewiesen.

Da Trüffel keine oberirdischen Fruchtkörper bilden, sondern vollständig unter der Erde sind und auch die Fruchtkörper auch extrem eingefaltet ist, kommen die Sporen nicht einfach nach draußen. Zur Verbreitung bedienen die Edelknollen sich daher Tieren, welche die Sporen über die Nahrungsaufnahme verbreiten. Wildschweine nehmen den starken Geruch der Knolle selbst durch den Waldboden wahr. Die unverdaulichen Sporen werden nach später einfach wieder ausgeschieden und so verbreitet. Aber auch Insekten und Käfer werden vom Trüffel angelockt und vermehren die Pflanze.

Gleichzeitig liefert der Kot der Tiere direkten Dünger für das Wachstum der Pilze.

Wo kommen Trüffel her?

Trüffel sind auf der gesamten Welt verbreitet und kommen von England bis Australien fast auf der gesamten Welt vor. Dennoch sind die biologischen Merkmale und Lebenszyklen der unterirdischen Pilze von der Wissenschaft noch wenig erforscht.

In Frankreich und Neuseeland werden die meisten Trüffel für den menschlichen Verzehr produziert bzw. geerntet.